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Armut in Berlin | Subjektive Beobachtung

Es mag eine subjektive Beobachtung sein, aber ich habe das Gefühl die Armut in Berlin steigt an…

Ich habe noch den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, im Ohr. Sinngemäß: Es sei beschämend, dass arme Menschen in Athen nach Lebensmitteln im Müll suchen müssten. Er verwies damit auf den Unterschied zwischen arm und reich in Griechenland. Ich möchte den guten Mann mal bitten sich in Berlin umzusehen, wo er bestimmt auch des Öfteren sein wird. Man muss dafür gar nicht so weit reisen, im Müll wühlende Menschen gibt es auch in der deutschen Hauptstadt.

Muell Durchsuchender

Ich sehe dieses Szenario eigentlich jeden Tag in Berlin, und das auch in allen Bezirken. Jeden Tag gehen gefühlt tausende Menschen los und durchsuchen die Mülleimer hinter den Wohngebieten. Sie suchen ganz offensichtlich nicht nach leeren Pfandflaschen, sondern nach noch Sonst-noch-so-Verwertbarem.

Was mir dabei auffällt, dass zunehmens solche Leute dem nachgehen, die keinerlei Alkohol oder Obdachlosigkeitsprobleme zu haben scheinen. Denn diese Menschen sind ganz normal gekleidet, schieben keinen Einkaufswagen vor sich her und riechen nicht so, als hätten sie längere Zeit nicht geduscht. (So als Indizien, die ich  beschreiben kann.) Sie machen auf mich den Eindruck eines“just another guy“.

Bemerkenswert ist, meiner Meinung nach, die Häufigkeit dieser Beobachtung von Müll durchsuchenden Menschen – jeden Tag! Diese Leute verschaffen sich auch mit einer gewissen Leichtigkeit und Professionalität Zugang zu abgesperrtem Müll.

Ich denke, dass da unter anderem Hartz IV mit reinspielt, das ja bekanntlich neulich Jubliäum „feierte“. Vielleicht liegt der Grund auch in einer zunehmende Kälte der Menschen, deren Anlitz sich an den neuen Montagsdemos – keine Ahnung wie die in Berlin heißen – erblicken lässt. Meiner Meinung nach, ist auch das Abschließen der Automatenhallen der Banken, ein solcher Vorgang, denn ich glaube nicht, dass die Banken dies nur aus Gründen drohenden des Vandalismus machen. Wenngleich die früheren Reclaim-Partys in Sparkassen bestimmt ärgerlich für die Banken waren. Was die Wärmesuchenden angeht, klar, es ist unangenehm und es riecht zuweilen auch arg, das möchte die Bank ihren Kunden ersparen.

Aber man könnte doch ein Telefon aufstellen, welche nur mit der Nummer des Wärmebusses verbunden werden kann? So mal als Inspiration. Denn außerhalb der Geschäftszeiten Geld abzuheben, sollte in einer Großstadt wie Berlin möglich sein.

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