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Berlin hat wenig bezahlbaren Wohnraum

Eine neue Studie soll bezeugen, dass es in Berlin nur sehr wenig bezahlbaren Wohnraum gibt. Was für eine Überraschung.

Gebaut wird, ja – aber im oberpreisigen Segment. Und dazu gehören auch Eigentumswohnungen, die den Markt m.E. doch nicht so entspannen. Die Studie ist noch nicht veröffentlicht worden, aber es gab ein Interview mit dem Herausgeber in der Tagesschau.

Sichtweite Wohnbauten

Der Studie nach, gibt es in Berlin, unter den vorhandenen Wohnungen und angesichts des Mietspiegels, nur 2,5 Prozent bezahlbaren Wohnraum. Man habe fünf große deutsche Städte untersucht und der Wert sei in Berlin am Niedrigsten. Dennoch ist das Wohnen in München am Teuersten.

Die Mietpreisbremse ist nachgewiesener Maßen auch ein Flop gewesen und selbst beim Milieuschutz gibt es offenbar zu große Lücken, die man ausnutzen kann, wenn man einen Haufen Geld mit Immobilien in Berlin macht.

Man darf wohl auch annehmen, dass vor der Wahl nichts mehr in dem Bereich passiert. Ich hoffe, dass die Politik einen neuen Kurs fahren wird – ich muss zugeben, weiter links glaube ich fährt es sich besser. Das Kapital wird Berlin m.E. noch kaputt machen und nicht erretten. Es wird danach einfach weiterziehen. Was hat Berlin denn zu bieten, wenn nicht Kultur?

Woher kommt die Kultur? Aus der Subkultur… Diese ist aber nicht zu kommerzialisieren, dann stirbt sie – meines Erachtens. Sie ist aber doch der Quelle des Berliner Styles und damit das, wovon Berlin lebt. Mag sein, dass es hier die Startup Hauptstadt ist und es ist eine Studi-Stadt – aber all die Gruppen haben in der Regel gemein, dass sie wenig Geld für Wohnraum ausgeben können. Und die Leute die es können, lieben genau diesen Charme der Subkultur. Doch werden sie ihn sie ihm den Grund entziehen. Und damit wird, so meine Befürchtung, Berlin seine Attraktivität verlieren.

Ja, genau – ich meine die Gentrifizierung. Ich wollte es nur mal anders ausdrücken… Es wird wirklich Zeit für die Politik zu handeln.

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