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Geschichte Kreuzbergs seit 1945

Da ich ja nun im Friedrichshain-Kreuzberg Museum war, hab ich ja viel über die Geschichte des Bezirks Kreuzberg gelernt; also mal ein kleiner Ausflug in die Geschichte.

Das Friedrichshain-Kreuzberg Museum ist vor allem für die Freunde des Bezirks Kreuzberg höchst interessant, wie ich ja schon beschrieben habe. Eine sehr kurzgefasste Geschichtserzählung, wer sich dafür genauer interessiert, sollte sich das Museum ansehen 😉

Ruinen in Kreuzberg

Kurzer Ausflug in die Geschichte Kreuzbergs seit 1945

Die Epochen sind eingeteilt in 1945 bis 1949, damals war das Hauptproblem die Wohnungslage, da 42 Prozent von Kreuzberg zerbombt waren. Von 1949 bis 1961 war zu der Wohnungsnot in Kreuzberg noch die Arbietslosikgeit gekommen. Gravierende Einschnitte hinterließ auch die Blockade Berlins in den Jahren 1948 und 1949. Erst der Marshallplan hat die Misere beendet, doch die Umsetzung sollte noch eine halbe Dekade in Anspruch nehmen.

Die darauffolgenden Jahre sind die 50er Jahre, der Ausbau der Straßen und Wohnungen ist das Thema, sowie deren Sanierung. Interssanterweise sollte eine Autobahn über den Oranienplatz laufen, genauer gesagt sollte es ein Autobahnkreuz werden, Bilder zeugen davon.

Die 60er, Berlin-Kreuzberg im Wirtschaftsboom und in der allgemeinstattfindenen Politisierung der Gesellschaft. Zeugnisse des damaligen Widerstands gegen Profit und Ausbeutung. Und immernoch sind die Wohnungen ein Thema! Es kommen die türkischen Familien und Studierenden nach Kreuzberg. In den Mittsiebziger bis in die 80er Jahre hinein beherrscht das Streitthema Sanierung das SO36. Ein Kompromiss des Pfarrers Duntze kommt 1977 auf Tapet „Strategien für Kreuzberg“. AUfwertung des Viertels oder weiterhin Quartier für sozial Benachteiligte? Es kam zur Gentrifizierung, wie man heute sagen würde und auch zu den Häuserbesetzungen. Die polisierten Gruppen sammelten sich im SO 36.

Im Juni 1977 besetzte man die leerstehende Feuerwache in der Reichenberger Straße, dann kam die Räumung und der Abriss. In den frühen 80er Jahren nahm es zu, es folgte der sogenannte „Häuserkampf“, mit dem Höhepunkt 1981. Danach waren die 80er Jahre zunehmend durch Sozialpolitik geprägt.

Es folgte dann der erste Mai 1987, mit Ausschreitunge in noch nie dagewesenem Ausmaß, kurz vor dem Reagan Besuch und der 750 Jahr Feier der Stadt. Die 90er Jahre sind vom Fall der Mauer beeindruckt und Kreuzberg fürchtet erneut die Gentrifizierung, es folgt die Verkehrsbelastung und bald kommt es wieder zur Sanierungsmaßnahmen in den End-90ern.

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