Header leer

Kneipenbebauungsplan – Kneipen sollen begrenzt werden

Der Versuch die Kneipen im Bezirk in manchen Gegenden zu reduzieren, respektive keine neuen zuzulassen, nimmt einen neuen Anlauf.

Viele Menschen zieht es auf Grund der vielen Partys nach Berlin und vor allem nach Friedrichshain-Kreuzberg. Das geht mit Steuereinnahmen, Jobs und eine Aufwertung mancher Gebiete einher. Das wiederum als Nachteil mehr Lärm, mehr Müll und auch steigende Mieten mit sich bringt.

Party RAW Gelände

Der Charme der Stadt, der mal als „arm aber sexy“ bezeichnet wurde, zieht die Menschen hierher. Es ist m.E. die Authentizität dessen, was die Leute anlockt –  von dem aber viel verloren gegangen ist. Das hat vermutlich schon etwas mit dem kapitalstarken Leuten zu tun, die das auch angezogen hat.

Die Gentrifizierung betrifft das Gewerbe ebenfalls und wenn Kneipen bereit sind, mehr zu zahlen, steigen die Pachtpreise mit der Nachfrage, so die Bezirksregierung. Außerdem seien Kneipen als Indikator für den Zuzug von Gutverdienenden in solche Szene-Kieze zu sehen, welche auch bereit seien, mehr Miete für ihre Wohnung zu bezahlen. Daher will man der Gastronomie in einigen Ecken einen Riegel vorschieben. Die Idee hatte man bereits letztes Jahr besprochen.

Der Baustadtrat Hans Panhoff von den Grünen lässt nun einen Kneipenbebauungsplan erstellen. Das Ziel des Plans ist es, einfach keine neue Genehmigungen zu erteilen. Damit will man vermutlich auch die zunehmenden Zahl von Touris stagnieren lassen. So sollen die Hausverwaltungen weniger an Kneipen und mehr an kleinere Läden vermieten. Als Vorbild dient die Stadt Heidelberg, wo man die Gastronomie scheinbar zurückgedrängt habe.

Für eine etwaige Obergrenze, wie es der Tagesspiegel schreibt, werden nun wasserdichte Argumente zusammengestellt. Am Beispiel einiger Kieze, wie der Reichenberger Straße in Kreuzberg, soll es Überprüfungen für die Regelung geben. Also eine Sammlung des derzeitigen Stands des Gewerbes dort. Bezüglich des Simon-Dach-Straßen Kiezes sagte Panhoff, dass man dort nichts mehr machen könne – hier sei der Kiez bereits „gekippt“.

,

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar