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Mode in Friedrichshain | Eindrücke einer Nicht-Berlinerin

Für Außenstehende ist ein Trip nach Friedrichshain immer wieder spannend. Diesen fallen selbstverständlich gewordene Dinge auf. Eine Freundin von mir, möchte ihre modischen Eindrücke ihres Besuchs hier teilen:

Für mich als Nicht-Berlinerin ist eine Reise in die Hauptstadt immer etwas ganz Besonderes. So viele Menschen auf einem Fleck bekommt man hierzulande nirgends zu sehen, wobei es nicht allein die Masse ist, die Eindruck macht, sondern vor allem die Vielfalt. Menschen aller Bevölkerungsschichten und Altersgruppen leben in friedlicher Koexistenz, jeder zieht sein Ding durch, aber dennoch schwebt über allem ein „Wir-Gefühl“, das man wohl nur in Berlin findet.

Sonnenuntergang Skyline

Bloß keine Massenware!

Berlin einen Stempel aufzudrücken, ist unmöglich, denn jeder Bezirk bringt seine Eigenheiten mit. Friedrichshain ist dafür ein Paradebeispiel: Auf für Berliner Verhältnisse winziger Fläche (Friedrichshain-Kreuzberg ist mit Abstand Berlins kleinster Bezirk) kommen zugleich die meisten Einwohner zusammen, wobei typische Einheimische um die 25 bis 30 und hip sind. Das ungewöhnlich junge Publikum des Bezirks legt großen Wert auf Individualismus, was vor allem in der Mode zum Ausdruck kommt.

Massenware von H&M, New Yorker und Co. tragen hier nur die wenigsten am Leib, vielmehr setzt man auf nationale und internationale Marken, welche dem Friedrichshainer Lebensgefühl Ausdruck verleihen können. Diese Labels aufzuzählen, wäre an dieser Stelle zu viel, daher überlasse ich das lieber den Schreibern des Blogs vom Frontlineshop, die hier ihre Eindrücke von DEM Berliner Modeevent überhaupt, der Berlin Fashion Week, schildern.

Comeback des Hippie-Stils

Tatsächlich kann man Friedrichshain als Spiegel der Modeszene, also auch der Präsentationen der Berlin Fashion Week, bezeichnen. Während die Leute des Bezirks bei meinem letzten Besuch vor einigen Jahren hauptsächlich Streetwear trugen, kann man in Friedrichshain nun eine Renaissance des Hippie-Stils beobachten. Bei Pinterest bekommt man einen Eindruck davon, welche Mode ich meine. Lockere Schnitte, florale Muster, Hüte mit breiten Krempen und auffälliger Statement-Schmuck sind die wohl charakteristischsten Merkmalen des Modestils.

Alles direkt vor der Tür

Auch wenn die Hippie-Mode momentan im Trend ist und von großen Ketten angeboten werden, macht man in Friedrichshain eher einen Bogen um deren Filialen. Es gibt sowieso eine viel bessere Bezugsquelle: Die unzähligen Second Hand-Läden und Vintage-Shops halten Stücke bereit, die eben nicht auch beim Nachbarn im Schrank hängen. Tatsächlich ist Friedrichshain für Modeliebhabende ein wahres Paradies – wer sich hiervon live überzeugen will, besucht einfach einmal die Wühlischstraße mit ihren unzähligen Modeläden.

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