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Parkplatzbewirtschaftung & Ordnungsamt vs Touris

Irgendwie will man den Lärm der Touris reduzieren. Jetzt soll das Ordnungsamt Überstunden machen und die Parkraumbewirtschaftung soll ausgedehnt werden.

In Berlin geht man erst um Mitternacht herum in die Clubs, in manche sogar noch später. Dafür trifft man sich davor oftmals zum „Vorglühen“ und das nicht selten in den Bars. In Friedrichshain ist die höchste Dichte an Bars um die Simon-Dach-Straße und viel Publikum zieht das RAW Gelände an.

Ordnungsamt Friedrichshain Strafzettel

Dass Alkohol enthemmt und einige zuweilen laut werden ist ja keine Überraschung. Doch ist es vermutlich die schiere Anzahl der Menschen, die „die Musik“ macht. Denn die Anwohnenden sind selbstverständlich not amused, wie man so schön sagt.

Die Bezirksverwaltung hat reagiert. Erst gab es Aufklärungsflyer, um die Besuchenden für die Lärmbelästung zu sensibilisieren. Dann gab es Pantomime, die lautlos auf das Problem aufmerksam machten. 2014 gab es im Bezirk mehr als 450 Anzeigen wegen der Lautstärke. Informationen zur Anzeige wegen Lärmbelästigung kann man auch online einsehen.

Der neue Plan sieht längere Einsatzzeiten für das Ordnungsamt vor. Das Ordnungsamt soll Ruhezeit-Verstöße ahnden. Bisher gehen die Leute um 22 Uhr in den Feierabend. Wenn es nach dem Plan geht, sollen sie am Wochenende nun bis 24 Uhr Dienst haben. Damit will man die Gastrobetreibenden unter Druck setzen, mehr auf die Einhaltung der Ruhezeiten zu achten. Ganz nebenbei kann man damit auch den Bezirkshaushalt etwas erhöhen. Denn bisher haben die Bußgelder der Gastronomie eine satte Million Euro eingebracht.

Allerdings würde sich die Ausdehnung der Zeiten, am Tage zu Ausfällen führen. Denn es gibt auch Vorschläge, die Parkraumbewirtschaftung auszudehnen, die ebenfalls gutes Geld in die Kasse spült. Dabei hat man vor allem die angrenzenden Gebiete der bereits existierenden Zonen im Auge. Eigentlich auch eine gute Idee. Es ist ja schon komisch, dass man beispielsweise auf der Südseite der Karl-Marx-Allee ein Ticket lösen muss, während die gegenüberliegende Nordseite freies Parken bietet.

Aber beide Vorstellungen sind noch nicht final und werden noch diskutiert.

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