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SEZ soll abgerissen werden

Das SEZ an der Landsberger Allee soll abgerissen werden, nach dem es der jetztige Eigentümer umsonst bekommen hatte… [Dies ist die geänderte Version des Artikels nach einer Mail des Sohns des Eigentümers…]

So richtig neu ist es nicht, aber tatsächlich wissen recht wenig Leute davon, dass das SEZ – das Sport- und Erholungszentrum – vor dem Volkspark Friedrichshain wohl abgerissen werden wird. Noch ist es noch nicht soweit, weil es noch Verhandlungen zwischen Bezirk und Eigentümer gibt, aber auch von Bezirksseite heißt es, dass der Abriss kaum noch aufzuhalten sei.

SEZ Friedrichshain

SEZ 2003 & der Eigentümer

Das SEZ war schon immer ein Minusgeschäft, wie so viele Bäder in Berlin oder vermutlich in ganz Deutschland. Dass man damit nicht das große Geld macht, dürfte jedem Investierenden auch klar sein. Der Eigentümer des SEZ ist seit 2003 Rainer Löhnitz. Er bekam das Areal für einen symbolischen Betrag von einem Euro, also quasi geschenkt. [Eigentümer-Sprecher: Es hat im SEZ umfangreiche Baumaßnahmen mit erheblichen Investitionen gegeben. Einen Bauantrag für die bestehenden Wasserflächen bedarf es schon aus Gründen des Bestandsschutzes nicht.] 

Es handelt sich um annähernd 50.000 Quadratmeter, was bei heutigem Stand einen Wert von rund 250 Millionen Euro hat (das Grundstück) [Das ist geschätzt! Dazu nehme man einfach bei einem Immobilienportal ein entsprechendes Grundstück und vergleiche… Nach Angabe des SEZ soll es ein paar 100 Millionen Euro weniger wert sein.]!  Die Bedingung war, dass die Schwimmhalle erhalten bleibt und wieder aufmachen wird – was selbstverständlich nie geschah. [Das ist falsch. Es besteht weder eine Verpflichtung zum Erhalt noch zur Wiedereröffnung des alten Schwimmbades. Ferner gibt es keine Verpflichtung ein Schwimmbad, Hallenbad etc. zu betreiben. | Der Sohn des Eigentümers betont, dass man Investitionen gemacht habe und es im SEZ ein umfangreiches Sport- und Erholungsangebot zu sehr bezahlbaren Preisen gibt.]

Jetzt nach über 10 Jahren und gestiegenen Grundstückskosten flatterte dem Bezirk nun ein Antrag auf Abriss des SEZ ein. Der Baustadtrat Hans Panhoff von den Grünen hat gesagt, dass dies nicht mehr aufzuhalten sei. Das SEZ werde verschwinden. Da hat sich der Bezirk mal ordentlich verkalkuliert – meiner Meinung nach… und behauptet nun, dass man dem SSE keine Konkurrenz machen wollte?! Es existierte zu dem Zeitpunkt bereits seit vier Jahren.

Schon das Schwarzbuch des Bund der Steuerzahler hatte das Vorhaben kritisiert. Es gab nie irgendwelche Anträge für ein Hallenbad oder Baumaßnahmen – schon komisch oder? [Richtigstellung des Sohns des Eigentümers: Das ist falsch. Es besteht weder eine Verpflichtung zum Erhalt noch zur Wiedereröffnung des alten Schwimmbades. Ferner gibt es keine Verpflichtung ein Schwimmbad, Hallenbad etc. zu betreiben.]

Nach dem Abriss soll an der Stelle zwar wieder ein Wellness- und Sportangebot vorhanden sein, aber auch Wohnungen. Zwar gab der Eigentümer an, es soll auch günstige Wohnungen für Studis geben, aber wie das am Schluss dann aussieht und wie viele das sind, haben wir beim Freudenberg Areal und beim RAW gesehen. Schließlich sind das Wohnungen, die sehr gut angebunden sind und einen Blick auf den Volkspark bieten können… Mir erscheint es unwahrscheinlich, dass dort dann Studis einziehen… DAS IST MEINE MEINUNG!

Fazit: Das Gelände wurde verschenkt und hat nun einen beträchtlichen Wert, und soll nun richtig Geld machen – so mein Eindruck.

[Geänderte Version nach Mail des SEZ mit der Mitteilung dass dies strafrechtliche Folgen haben könnte, ob der üblen Nachrede und Falschbehauptungen.]

One Response to SEZ soll abgerissen werden

  1. Alexander Kraus, BdSt-Berlin 4. Dezember 2014 at 15:02 #

    Senden Sie mir gerne eine Mail, dann schicke ich Ihnen eine umfangreiche Liste an parlamentarischen Quellen, in denen der Senat sehrwohl versprochen hat, dass Herr Löhnitz bzw. die Poseidon ein Spaßbad, Hallenbad, Schwimmbad etc. wieder herstellen, andernfalls würde das SEZ an das Land wieder zurückgehen, und zwar für einen Euro, sagte damals Sarrazin.

    Sie können das dann gerne auch alles veröffentlichen.

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