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Spätis zahlen Rekord-Bußgelder

Die sogenannten „Spätis“ haben in Friedrichshain-Kreuzberg rund 35.000 Euro Bußgelder bezahlt dieses Jahr.

Wenn man vor allem in den Kneipengegenden in unserem Bezirk rum schaut, findet man fast immer auf  Anhieb einen Späti, also einen Kiosk, der lange auf hat. Vermutlich auf Grund der früheren Insellage der Stadt gibt es hier keine Sperrstunde und die Berliner Besonderheit, man kann rund um die Uhr Kippen und ein Bier kaufen – im Späti.

Bahnhof Goerlitzer Bahnhof

Das gibt es, soweit ich es weiß, nur in Berlin – sonst nirgends in Deutschland. Jedoch frage ich mich bei der Dichte an Spätis immer, wie die überhaupt überleben können. Stellenweise liegt doch ein Späti neben dem anderen – beispielsweise rund um die Simon-Dach-Straße.

Die Spätis dürfen rund um die Uhr offen haben. Es gibt aber einen Tag, nämlich den Sonntag, an dem auch in Berlin die sogenannten Spätis auch nur bis 20 Uhr – angefangen um 8 Uhr offen haben dürfen. Dieser Gesetzgebung nach, müssten also um 0 Uhr am Samstag, respektive 0.01 Uhr am Sonntag die Spätis zu machen. Das ist für die Inhabenden dieser Geschäfte, so kann ich mir das vorstellen, ein Problem – denn zu der Zeit macht man wohl mit am meisten Gewinn. Schließlich ist es auch gute Berliner Tradition ein Wegbier mitzunehmen… Dass man den Alkohol verstecken muss, gilt seit 2006 übrigens nicht mehr, auch wenn es schon zuvor niemanden interessiert hat.

Da die Spätis also auch in der Samstagnacht offen haben, kam in diesem Jahr zu rund 35.000 Euro Strafgeldern aus dieser Branche. Eine Strafe kann bei bis zu 2.500 Euro liegen und bei Wiederholung droht die Schließung des Geschäfts. Bei der schieren Anzahl der Spätis in unserem Bezirk und der Summe, wird aber wohl nur ein kleiner Teil der Branche betroffen sein.

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