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Umfrage zur Parkraumbewirtschaftung

Im südlichen Teil von Friedrichshain gilt seit über einem Jahr die Parkraumbewirtschaftung. Braucht man in Berlin überhaupt ein Auto?

Erst verhagelten die Kosten für die Etablierung der Parkraumbewirtschaftung die Bilanz, denn es kostete mehr als es einbrachte. Doch im zweiten Halbjahr änderte sich das, vor allem wegen der vielen verteilten Strafzettel. Inzwischen ist ja die Bezirkskasse gefüllt und im Plus.

Frankfurter Allee Friedrichshain

Bisherige Grenze der Parkraumbewirtschaftung in Friedrichshain

Das mag ein Grund sein, warum man nun überlegt, diese Parkplatz-Bezahlerei auf ganz Friedrichshain auszudehnen. Bisher erstreckt sich die Parkzonen-Verwaltung auf der Länge vom Ostkreuz bis zum Ostbahnhof und nach Norden jeweils bis zur Frankfurter Allee / Karl-Marx-Allee.

Mitte September ist nun eine Online Umfrage  zur Einführung der Parkzonen gestartet worden. Nach dem das Projekt nun seit Juni 2014 läuft, will man sich mal umhören, wie es denn so ankommt. Vielleicht ein Procedere um die Ausweitung zu rechtfertigen. Der offizielle Grund ist jedenfalls eine Zwischenbilanz. Bei der Online Befragung kann noch bis zum 14. Oktober mitmachen. Darin enthalten sind fünf Fragen und ein Kommentarfeld. Die Daten, so der Bezirk, werden anonymisiert.

Nach eigenen Angaben wollte man den Parkplatzmangel im Bezirk im Sinne der Anwohnenden verwalten, die aber auch zahlen müssen – wenn auch weit weniger im Verhältnis als Kurzzeitparkende. Der Bezirk verweist auf die Gastronomie, wo die Menschen oftmals parken und um Parkplätze konkurrieren. Jedoch gibt es in der Straße der Pariser Kommune eher weniger Gastronomie und viel Parkplätze. Aber wer weiß wie sich das entwickelt. Denn  auch die Stadt wird sich verändern, die Technik (wenn auch vielleicht nicht die Dieseltechnik;) ) und auch die Mobilität. Und künftig, so prognostizieren es einige Expertisen, werden die Parkplätze auch vernetzt sein und ein Sensor zeigt an ob besetzt oder nicht.

Ich denke, man braucht in Berlin nicht wirklich ein Auto, eher ein Rad. Damit ist man schneller und kann notfalls auch mit dem Rad (und der entsprechenden Karte) in die Öffentlichen springen. Nur bei großen Einkäufen, mal aus der Stadt raus ist sowas interessant. Die meisten Menschen die ich kenne und in Berlin wohnen, haben kein Auto. Und das obwohl sie mal eines hatten; sie haben ihr Auto einfach verkauft. Hier rechts in der Sidebar kann man das übrigens auch ganz einfach machen 😉 Ich verstehe ja auch, dass man sich ungern von seinem Auto trennt, schließlich kostet so ein Fahrzeug ja eine Menge Geld an Unterhalt – vom Anschaffungswert ganz abgesehen. Und wenn man da soviel reinbuttert, dann will man es ja auch behalten. Aber viele Fahrzeuge stehen auch einfach nur rum. Totes Kapital, wie man so schön sagt.

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