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Wohnen auf dem Cholera Friedhof

Auf dem Baugebiet „Alte Mälzerei“ in Friedrichshain fand man ein Gräberfeld: Opfer der Cholera in Berlin.

Auf der Baustelle der Alten Mälzerei, worüber sich die Anwohnenden mit der Baugesellschaft streiten, gab es ein gruseligen Fund. Wo nun größtenteils Eigentumswohnungen entstehen sollen, befand sich vormals ein Bräuhaus. Doch was war hier zuvor?

Offenbar scheint es nun klar zu sein. Es war einmal ein Friedhof, so um das Jahr 1831. Eigentlich nichts ungewöhnlich, ist doch in direktem Umfeld ein weiterer Friedhof an der Landsberger Allee nach Süden und den Friedhof der Märzgefallenen im Volkspark Friedrichshain im Norden. Auch das Freudenberg Areal war einst ein Friedhof.

Auf der Baustelle fanden sich Skelette von rund 4.000 Personen. Vermutlich stammen diese Leute aus einer Zeit von vor 150 Jahren. Damals grassierte die Cholera in der Stadt und ihre Opfer mussten oftmals sehr schnell und in große Menge unter die Erde gebracht werden. Dies war der Ort wo die Ärmsten dieser Epidemie vergruben wurden.

Der Fund wurde inzwischen vor neugierigen Blicken mit Planen verhüllt. Die Kosten der Umbettung der Toten wird die Baufirma tragen müssen, die dafür bereits ein Unternehmen engagiert hat.

Skelettfund auf der Baustelle in Friedrichshain

Skelettfund auf der Baustelle in Friedrichshain

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