Mittelalterdorf Düppel

Eine Reise in das Mittelalter gelingt im Museumsdorf Düppel.

Wenn Du mal aus Deinem Kiez raus möchtest, dann besuche doch mal das Mittelalterdorf Düppel. Hier wird die Geschichte lebendig. Aber ja, es ist schon etwas weit draußen an der Grenze zu Brandenburg in Steglitz-Zehlendorf und doch lohnt es sich. Nicht nur Geschichtsinteressierte, auch Kinder können hier viel erleben.

Strohhütten Museumsdorf Düppel
Strohhütten Museumsdorf Düppel

Mittelalter-Freilichtmuseum Düppel und die Geschichte

Schon 1975 wurde das Freilichtmuseum Düppel gegründet und seither kontinuierlich ausgebaut. Das Museum ist Teil der Museumslandschaft Berlins und soll das Leben im 13. Jahrhundert abbilden.

Die Gegend des Düppels wurde zur Zeit des Ausbaus der Mark Brandenburg geschaffen. Offenbar war Düppel zu Beginn eine Station zwischen Saarmund und Spandau, um den Verkehr abzusichern. Innerhalb der gesicherten Anlage konnten die Reisenden sich über Nacht erholen.

In der Nähe des heutigen Museumsdorfs siedelten zu der Zeit aber auch schon die Slawen im heutigen Kleinmachnow. Im Laufe der Zeit vermischten sich slawische und germanische Stämme hier in einer friedlichen Koexistenz. Es entwickelte sich ein größeres Dorf, das ab 1230 bereits acht Höfe umfasste, die um einen Dorfplatz angelegt waren.

Als im beginnenden 13. Jahrhundert Zehlendorf gegründet wurde, wurde die Siedlung aufgegeben. Die Zusammenhänge erscheinen jedoch skurril, da man den Brunnen ganz offenbar mit einem Tierkadaver vergiftete.

Museumsdorf Düppel heute

Auf einer relativ großen Fläche wurde das ehemalige Dorf wieder aufgebaut. Dafür nutzt man die Hilfsmittel von damals und baute Häuser, wie sie im 13. Jahrhundert gebaut wurden. Des Weiteren kann man alte Tierrassen begutachten, wie sie die Menschen damals hatten.

Erlebbare Archäologie bedeutet hier auch, dass man auch die alten Techniken wieder aufleben lässt. So können die Besuchenden das Mittelalter direkt beobachten. Man kann sehen, wie Metall geschmiedet wird, wie man töpferte und wie man die Ressourcen der Natur einsetzt. Dazu gehört beispielsweise auch die Herstellung von Birkenteer oder Backwaren.

Im Rundgang kann man die Häuser betrachten und hineingehen. Es gibt ein Backhaus, eine Schmiede, einen Töpferbereich, Gebäude zur Textilherstellung und einen Getreidespeicher. Der rekonstruierte Brunnen ist jener, der vor 800 Jahren vergiftet wurde. Es gibt einen großen Bereich für die Tierhaltung, wie für Schafe oder für Pferde, und es wird Getreide angebaut.

Nach dem Rundgang kann man sich im Gastrobereich niederlassen und die Natur genießen. Für die Kinder gibt es hier auch einen Spielplatz und Kurse, wie man Pfeil und Bogen baut oder einen Korb flechtet. Auf dem Dorfplatz kann sich zudem am Lagerfeuer ein Stockbrot gönnen. Und für die ungläubigen Augen gibt es hier ein Hanffeld 😀

Zur Eröffnung des Museumsdorf gibt es in diesem Jahr ein märkisches Winteraustreiben mit Musik.

Wo befindet sich das Freilichtmuseum?

  • Clauertstraße 11
  • 14163 Berlin-Zehlendorf
  • Homepage
  • GPS: 52.42562324233442, 13.235573896778792

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