AGB bekommt weitere Bücherei

Die Amerika Gedenkbibliothek, kurz AGB, wird um die Berliner Zentral- und Landesbibliothek erweitert.

Die AGB ist eine zentrale Bildungsstätte in der Stadt und alle, die sich Bücher nicht leisten können oder auch diejenigen die in Berlin studieren (vornehmlich die Geisteswissenschaften), haben sich das Gebäude schon von innen angesehen. Die Bibliothek war ein Geschenk der USA an das zerstörte Berlin und steht symbolisch für den demokratischen Wiederaufbau. Sie wurde im Jahr 1954 eröffnet.

Nun kommt bald eine neue Bibliothek als Neubau an den Standort – nämlich die Berliner Zentral- und Landesbibliothek – kurz ZLB. Diese Entscheidung traf letzte Woche der Kultursenator der Stadt Lederer. Aber, wie das immer so in Berlin ist, es dauert noch einige Zeit, bis man hier anfängt zu bauen und länger, bis man hier Bücher ausleihen kann. Der Beginn der Bauarbeiten ist auf 2025 terminiert und soll den Blücherplatz einnehmen. Aber es ist ja kein Flughafen, sondern “nur” eine Bücherei. Die Kosten sollen sich übrigens auf 360 Millionen Euro belaufen.

Die ZLB braucht aber auch dringend mehr Platz, denn sie ist in der AGB integriert und dort finden sich jährlich rund 1,5 Millionen Menschen wieder. Die lange Diskussion darum, wo der Neubau hinkommt, war schon unter Wowereit ein Thema. Der wollte das Gebäude auf dem Tempelhofer Feld etablieren. Das hatte aber der Volksentscheid vor vier Jahren vom Tisch gefegt.

Über die Entscheidung für diesen Standort freut sich der Bezirk, da es das Quartier dort aufwerte. Außerdem habe es eine gute Verkehrsanbindung und es bleibt eine All-in-One Anlaufstelle.

Da die Planungen nun erst beginnen, kann man seine Wünsche und Begehrlichkeiten in das Projekt einfließen lassen. Eine Ausstellung zum Bauvorhaben und zum Plan, werde ab dem 21. August geben. Diese Ausstellung wird ebenfalls in der AGB Platz finden und den Titel “Stadtgesellschaft macht Bibliothek macht Stadt” tragen.

Für den Bau wird dann der Parkplatz eliminiert, was die Parkplatzsituation dort verschärfen wird. Aber vielleicht gibt es bis dahin ja schon brauchbare Lösungen gegen den Verkehr, der inzwischen viel zu viel geworden ist. Ob bis dahin der Kostenvorschlag hält, ist da schon fraglicher.

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