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Tempo 30 in Liebesdingen im Senat

Oder: Wenn der Rassist die Liebe gefunden hat und sein Herz dennoch schwarz bleibt.

Ja-genau, es geht um den Wegner – mal wieder. Seine wahre Stellung in dieser Stadt ist mir ausgesprochen unangenehm und ja, auch das muss wiederholt werden. Ist halt so! Also dieser Wegner hat sich von der alten Liebe für eine neue getrennt. Und dazu will ich mal Folgendes sagen: DAS IST MIR KACKEGAL, mit wem der Mann sich wo küsst. Fertig.

Zone Tempo 30

Wenn man frisch verliebt ist, dann ist die Welt rosarot. Das gilt aber nicht für die Weltsicht des Herrn Wegner. Dieser CDUler bleibt schwarz. Schwarz wie die Abgase der Autos, die jetzt endlich wieder Gas geben können – wenn sie denn könnten. Aber das steht auf einem anderen Blatt. Tempo 30 ist grün, also erhöht man auf 50 Stundenkilometer. Wieso nicht gleich 70 km/h! Fährt so ein Motor mit 90 km/h nicht sogar am besten? Zu schnell ist das offensichtlich nicht? Denn Tempo 30 ist noch besser. Die CDU ist aus ideologischen Gründen (sie machen ja gerne das, was sie anderen vorwerfen!) gegen die Erkenntnis, dass ein langsamerer Verkehr nicht nur besser fließt, sondern auch sicherer, gesünder und umweltfreundlicher ist.

Seit Jahrzehnten stapeln sich die Studien und Berichte, wonach ein geringeres Tempo nur Vorteile mit sich bringt. Die erhöhte Geschwindigkeit ist aus der filmischen Totale nur gut, wenn es nur eine Person gibt, die dann eben auch in einem Auto sitzt. Dann bräuchte man allerdings überhaupt keine Geschwindigkeitsbegrenzungen. Dann gäbe es aber auch kein Auto und keine Straßen.

Dieses Verhalten ist aber ganz typisch für die CDU. Sie stehen für das Vergangene, für das überwunden Geglaubte, sie stehen rechts – auch wenn sie mit den vielen Parteispenden Kampagnen starten, um sich als „nicht-rechts“ zu tarnen. Zwischen rechts und rechtsradikal besteht ein Unterschied, nämlich im Willen zur Umsetzung der Idee in ihrer letzten Konsequenz.

Die Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) wiederholte den von der Partei vorgegebenen Satz, ‚allen gerecht zu werden‘ in verschiedenen Variationen. Das kommt in der Skala der Unaufrichtigkeit gleich nach dem Satz: “Unsere Mobilitätspolitik setzt auf ein Miteinander und nicht auf ein Gegeneinander.” Und wie sehr sie miteinander gegen Radfahrende vorging, hat man in ihren ersten Amtstagen erleben dürfen. Fahrradwege wurden entwidmet, bevor sie fertig waren. Damit handelte sie nicht nur ideologisch, nicht nur zum finanziellen Schaden der Stadt, sondern auch gegen Radfahrende. Das kann man jetzt so oder so sehen, aber das hat auch einen Grund. Ihre Antrittsrede war so inhaltsleer, dass man damit sogar eine Autobahn durch den Tierpark begründen hätte können. Oh je, habe ich jetzt schon die nächste Ankündigung verraten?

Also entweder hasst die CDU die Kinder, die ja keinen Führerschein haben oder die Dummheit vollzieht sich in drei Buchstaben: CDU.

admin

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