30er Zone auf der Frankfurter Allee?

Es geht um den Umweltschutz, ein Gerichtsurteil und den Verkehr an der Frankfurter Allee.

Die Luftverschmutzung in Berlin ist auch dem Verkehr geschuldet und so hat ein Anwohner der Berliner Allee in Weißensee geklagt. Nach seiner Ansicht brächte eine Geschwindigkeitsreduktion auf 30 km/h den Durchbruch und vor dem Berliner Verwaltungsgericht bekam der Mann Recht. Auch die Lärmbelästigung durch den Verkehr sei ein Momentum gewesen.

Frankfurter Allee Verkehr

Die Stadt wollte diese Höchstgeschwindigkeit nicht, um den Verkehrsfluss nicht zu beeinflussen. Aber das Gericht hat dies nicht so gesehen. Daher will die Stadt nun in die Berufung gehen und das Urteil anfechten.

Von Seiten von Umweltschutzverbänden begrüßte man das Urteil und hofft auch auf Durchsetzung durch Blitzer. Berlin hat derweil angekündigt, keine neuen stationären Blitzanlagen zu installieren. Der Blitzer auf der Frankfurter Allee habe letztes Jahr rund 19.600 Mal geklickt.

Und gerade die Frankfurter Allee steht ob des Verkehrs oftmals in der Kritik. Die Luftmessung hier liegt regelmäßig über den erlaubten Werten. Derart hoffen und befürchten nun nicht Wenige, ob sich auch entlang dieser Straße eine Person findet, die klagen wird. Offenbar stehen die Chancen dafür ja recht gut. Aber auch die Landsberger Allee wird hierbei bereits in den Fokus genommen, denn auch hier sind die Belastungen zweilen viel höher als erlaubt.

Nun warten alle gespannt auf das Urteil des Berufungsverfahrens. Sollte diese Instanz der Vorinstanz recht geben, wird es wohl bald auf vielen Straßen Berlins Tempo 30 geben.

3 Gedanken zu „30er Zone auf der Frankfurter Allee?

  • 13. Januar 2016 um 10:16
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    Bei Tempo 30 stehe die qualmenden Auspuffe morgens stadteinwärts und abends stadtauswärts dann halt ne Stunde länger vor unseren Türen.

    Vielen Dank im Voraus an die Entscheider

  • 13. Januar 2016 um 14:20
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    Es gibt nicht wenige Theorien, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auf innerstädtischen Strecken keine nennenswerte zeitlichen Auswirkungen hat. Auf die Luft allerdings schon.

  • 19. Januar 2016 um 18:07
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    Ich finde ja, dass dieses Urteil auch eine Chance sein kann. Eine Chance nämlich für eine bessere Infrastruktur für Radfahrer. Natürlich kann nicht jeder auf das Fahrrad umsteigen, sei es, weil es Gesundheitlich nicht geht oder die Strecke einfach zu lang ist, aber es gibt viele, die könnten das durchaus und wenn die Infrastruktur stimmt, dann könnten sie sogar stressfreier durch den Verkehr kommen.

    Auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dass die Stadt noch grüner werden muss. Damit meine ich wirklich Grün, also die Begrünung von Hausfassaden durch Pflanzen. Auch das würde die Qualität der Luft verbessern und es würde für Tiere und Insekten neue Lebensräume erschließen.

Kommentare sind geschlossen.

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