Stichpunkt Schule

In der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ist die Schule regelmäßig ein Thema. Es braucht jedoch ein größeres Bild.

Der Zuzug in Friedrichshain-Kreuzberg führte zu einem Mangel an Schulplätzen. Mittlerweile hat der Bezirk das Problem erkannt und sucht nach Stellen, wo man neue Schulen bauen kann. So soll beispielsweise am Ostbahnhof das Heinrich-Hertz-Gymnasium entstehen. Aber Bauplätze sind rar, denn es wurden so viele Eigentumswohnungen gebaut, die nun vor allem als Spekulationsräume leer stehen.

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Berlin selbst verbeamtet ja keine Lehrenden mehr und das, muss ich sagen, finde ich gut. Auch wenn die SPD das, wie auch die CDU wieder ändern will. Das sollte man in ganz Deutschland einführen, denn deren fetten Renten, werden die Sozialkassen mal richtig belasten. Doch es fehlt auch an Lehrenden und so gibt es bekannterweise eine hohe Rate an Quereinsteigenden.

Daher blüht der Nachhilfe-Sektor – gerade in unserem Bezirk. Denn die Schulen bei uns sind nicht nur baulich in schlechtem Zustand. Die letzte Pisa-Studie hat es abermals belegt, dass die Schule immer weniger leistet – nicht nur in Berlin. Gerade diejenigen, die es sich leisten können, holen sich Hilfe – seien es die Fremdsprachen oder die Deutsch-Nachhilfe in Berlin.

Vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern herrscht ein Mangel vor. Doch man sollte auf den Schulen auch die Geisteswissenschaften nicht vergessen, wie ich finde. Es braucht nicht nur Leute im Fachbereich der Ingenieurskunst, sondern auch Philosophen. Das Leben ist denn nicht nur Leistung und Maschinen, sondern auch das soziale Gefüge und die Frage nach dem Sinn des Lebens. Das fragen sich auch gerade viele junge Menschen.

Doch die Schule und die Verbesserungen sind nicht nur Fragen, die man im Land Berlin klären muss. Das ist auf der Bundesebene genauso, wenn nicht so gar, noch wichtiger. Man muss das große Bild betrachten und da sieht man deutlichen einen Disrespekt gegenüber der Jugend. Dabei macht sich vor allem die CDU schuldig.

Kaum sind einige Tausend Bauern mal auf der Straße, springt die CDU. Gehen die zu Beschulenden auf die Straße – Freitag auf Freitag – macht man sich darüber lustig. Spricht von Schulschwänzern und dass sie keine Ahnung hätten. Dabei sind es offenbar die Einzigen, die es interessiert und die denjenigen zuhören, die Ahnung haben.

Man betrachte nur die Forschungsministerin Karliczek. Sie sprach von Schulschwänzern. Diese Frau ist der Inbegriff der Respektlosigkeit und natürlich von der CDU. Sie fordert mehr christliche Werte, statt Wissenschaft. Unter dem Deckmantel der vermeintlich wissenschaftlichen Objektivität erklärte sie, dass homosexuelle Pärchen nicht so gute Eltern wären.

Es ist eine schreckliche Zeit und die CDU ist die treibende Kraft für den Untergang von Demokratie, lebenswerter Umwelt und Zwischenmenschlichkeit.

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