Deutsche Wohnen in der KMA | Entwicklungsstand

Der Stand zum Kauf von Wohnungen an der Karl-Marx-Allee durch die Deutsche Wohnen.

Schon letztes Jahr wurde bekannt, dass die Immobilienheuschrecke Deutsche Wohnen AG Wohnungen an der Karl-Marx-Allee kaufen will. Die Wohnungen gehören noch der Immobiliengesellschaft Predac, mit der ich auch viel mitmachen musste. Nun kommt ein weiteres Unternehmen, dass einem übel mitspielen kann. Klar ist doch, dass es einer Aktiengesellschaft wie der Deutsche Wohnen AG um Rendite geht und nicht um Mietrechte.

Weberwiese spiegelt KMA

Die Deutsche Wohnen AG will 750 Wohnungen kaufen. Die Bewohnenden haben nun Angst um ihre Wohnungen. Diese Aktiengesellschaft macht zwar gute Miene, aber insgeheim wissen alle, dass das mit drastischen Mieterhöhungen einhergeht. Daher setzen sich der Bezirk und das Land dafür ein, dass dieser Deal nicht zustande kommt.

Der Plan ist, dass man die Mietenden die Wohnung kaufen lässt, und der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag übergeben wird. Diesem Konzept wollen sich über 300 Mietenden in den Gebäuden anschließen. Ihnen sollen keine Kosten entstehen. Die Mietverträge würden dann aktualisiert, aber die Preise beibehalten. Andere wollen die Wohnungen tatsächlich kaufen, aber die Anzahl ist mit 39 Parteien relativ gering. Sie beantragten einen Kredit bei der IBB (Investitionsbank Berlin).

Da dies der Deutsche Wohnen AG nicht gefällt, hat man gleich mal Angst davor gemacht. Das wäre unsicher und dergleichen mehr, warnte man die Mietenden. Dann muss es ja gut sein, dachte ich so bei mir. Zu den 750 Wohnungen sollen weitere 150 Wohnungen kommen, die außerhalb des Milieuschutzgebietes Weberwiese liegen. Innerhalb dessen hat das Land ein Vorkaufsrecht.

Außerdem prüft man eine Rückabwicklung der Wohnungen in den sogenannten Stalinbauten. Derart würden die Immobilien rekommunalisiert werden. Die Privatisierung der 90er Jahre war sowieso eine schwachsinnige Idee – und nicht nur dort. Aber diese Variante ist eher unwahrscheinlich.

Die beste Alternative wäre natürlich, wenn man die Deutsche Wohnen AG und Vonovia enteignen würde. Dieses Begehren kann man aus dem Grundgesetz Artikel 15 ableiten. Ein entsprechender Volksentscheid ist in Arbeit. Dafür sollten wir alle stimmen, denn Wohnraum ist kein Objekt der Spekulation. Wohnraum sollte ein Grundrecht sein, was natürlich mit den Konservativen und Neoliberalen nicht zu machen ist. Das würde zwar Milliarden kosten, aber das ist es auf jeden Fall wert!

Dieses Recht nach Artikel 15 GG wurde noch nie angewendet – dann wird es ja langsam mal Zeit!