RAW Gelände und die Dialogwerkstatt

Diese Woche trafen sich Gewerbetreibende und Eigentümer des RAW Geländes zum Dialogprozess.

Die meisten kennen das Gelände durch die dortige Partyszene und das hat Friedrichshain m.E. mit zu dem gemacht was heute ist, ein Szenebezirk. Das gibt dem Bezirk auch seinen eigenen Charme. Doch das RAW steht vor Veränderungen. Denn 2015 kaufte die Kurth-Gruppe das Areal und seit dem wird diskutiert, was daraus werden soll.

Graffiti RAW Areal
Graffiti RAW Areal

Das RAW Gelände steht vor dem Umbau – doch wie und was ist noch die Frage. Dafür traf man sich zum dritten und letzten Mal zur Dialogwerkstatt. Diese fand aber nicht auf dem RAW Gelände statt, denn es war ja Fußball. Stattdessen wurde in der Holzmarktstraße heftig diskutiert.

Auf dem Podest waren Leute, die dort ihre Clubs haben, der Bezirksstadtrat Florian Schmidt und die Eigentümergruppe. Das Programm war: Unterschiedliche Meinungen zur Entwicklung des Areals. Die Meinungen der Leute wurde dargeboten, wie auch Wünsche und Kritik.

Der neue Plan sieht vor, dass man die historische Identität erhalten will. Es war mal – und daher auch der Name – das Reichsausbesserungswerk und das bezog sich auf die Züge der Bahn. Außerdem soll es ein besonderer Ort werden, auf dem sowohl die Kultur, Arbeitsplatz und Wohnraum Platz haben – womöglich muss man sagen, denn der Eigentümer hat wohl das letzte Wort.

Kritik besteht darin, dass es wohl keine Grünfläche geben wird, dass Hochhäuser gebaut werden sollen und da werden wohl Wohnungen reinkommen. Aber wenn da dann Wohnungen stehen werden, wird es schwer für die Clubs werden. Stichwort Lärm.

Die Hochhäuser sollen am Rand stehen und mittig soll sich die Skyline absenken. Auf dem Boden des Geländes soll eine “Hauptstraße” entstehen und seitlich soll es kleine Sackgassen geben. Alte Gebäude sollen integriert werden, vor allem im westlichen Teil zur Warschauer Straße hin. Womöglich kommt sogar ein Zugang zur S-Bahn.

Klar ist jetzt schon, dass das Astra in seiner jetztigen Form abgerissen wird. Was danach kommt, ist noch unklar. Der Astra-Betreiber hofft auf ein neues Gebäude. An der Stelle könnte auch ein Hochhaus entstehen. Auch das Cassiopeia wird mit Umbauarbeiten rechnen müssen.

Eine andere Frage ist, wie hoch die Hochhäuser werden sollten. Nicht nur im westlichen Teil des RAW könnte ein solches Hochhaus entstehen, auch im östlichen Teil. Der Eigentümer hofft auch eine Höhe die der Umgebung entspricht. Der Narva Turm misst beispielsweise 64 Meter und auf dem Mercedes-Land wird bald ein Turm von über 130 Metern Höhe stehen.

Es soll – so der bisherige Plan – alles geben: Einzelhandel, Musikgeschäfte, Kunst, Medien, Büros, Gastronomie, Sport und dergleichen mehr geben. Eines scheint aber jetzt schon klar: Der Charme des Geländes wird, sieht man sich die Vorstellungen der Kompromisse an, verloren gehen. Es wird modern und geschäftig, aber das graffitidominierte Flair wird verschwinden. So wie auch in der Rigaer Straße

Im Herbst wird dann das finale Konzept vorgestellt.

Hier findet man die bisherigen Pläne.

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