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Politischer Jahresrückblick Berlin: Silvester, Böller & die Vornamen

Das Jahr ist vorbei und so gönnen wir uns einen verabscheuungswürdigen Blick in den aktuellen Senat von Berlin. Teil 1: Silvester, Böller & die Vornamen.

Die letzte Silvesternacht war ein Höhepunkt an gleichgültiger Gewalt gegen Einsatzkräfte, die meist nur für die Klickquote in den sozialen Medien generiert wurden. Schöne Neue Welt zeige mir, wo es lang geht. Ein Haufen Vollidioten haben sich über jegliches Verständnis von Gesellschaft hinweggesetzt und dabei ihre Grenzen ausgecheckt.

Silvester 2023 Rückblick
Silvester 2023 Rückblick

Aber anstatt diesen Vollidioten ihren Sprengstoff wegzunehmen, hält die CDU daran fest: Lasst die sinnlose Welle an Körperverletzungen, Umweltvergiftung, Luftverschmutzung und die Unart, Tiere in Panik zu versetzen, einfach weitergehen. Das ist die aktuelle Lösung dieses Senats. Ist das nun der CDU-Klassiker, nichts zu machen oder ist das schon an der Grenze zur Realitätsverweigerung? Angekündigt wurden soziale Maßnahmen. Ach nö, weeßte, lass uns lieber ne Autobahn bauen. Aber vermutlich könnte man das Geld nicht einfach so umwidmen. Es ist in den Stein gemeißelt und so sprach es der Herrgott: Böllern sollst Du, auf das sich nie etwas ändere von Ewigkeit zu Ewigkeit. Nein. Verflucht will Wegner sein, sollte er aus irgendwas lernen. Obwohl, das ist nicht fair. Er hat gelernt, nach rechts zu sehen und das zu wiederholen.

Gerne möchte ich Euch daran erinnern, dass der Wegner von der CDU die Vornamen dieser Vollidioten aus der Silvesternacht wissen wollte. Er wollte damit unterstreichen, dass die Ausländer an allem schuld sind. Natürlich nicht alle Ausländer*innen, gemeint waren die Arabischstämmigen. Er wollte darstellen, dass sie schlechte Menschen wären. Es ist die Verbindung: Arabisch gleich Strafhandlung. Aber daraus lernen? Ha! Er hat diese Anfrage sogar noch verteidigt. „Er würde genauso handeln, wenn es um Rechts- oder Linksextreme ginge“, sagte dieser Mann gegenüber dem Tagesspiegel.

Bei den ganzen rechtsradikalen Straftaten in Berlin in diesem Jahr – gab es da auch nur eine einzige Anfrage nach den Vornamen? Die Nachfrage von Vornamen, um die Herkunft zu bestimmen, hatte die AfD bereits im Saarland durchexerziert. Damals wollte man die Vornamen der Messerstecher wissen, und der lautete Michael. Der häufigste Vorname unter Berliner Messerstechern ist übrigens: Christian. Die Wegner’sche Frage der Vornamen mag ein politisches Manöver gewesen sein, aber nur, wenn man in seinem Köpfchen ein Rassist ist. Wenn das stimmt, dann kann man doch sagen: Kai Wegner ist ein Rassist. Ja, es ist mir daher auch peinlich, seine Position in dieser Stadt zu nennen.

Alle vermeldeten dann, dass sich Wegner womöglich der Koalitionspartner nach der Wahl beraubt hatte. Doch niemand rechnete mit der Verschiebemeisterin Giffey und ihrer Machtgeilheit. Sie dachte sich bestimmt, ich geh doch nicht aus dem Bundestag raus, um dann in der Opposition zu hocken. Schließlich muss sich die Sache mit dem Beschiss um den Doktortitel auch für irgendwas gelohnt haben. Also hat sie dem Rassisten Wegner zur Macht verholfen. Ja, es erfüllt mich mit Scham, zugeben zu müssen, dass Wegner von der CDU der Regierende ist.

Wir fassen also zusammen: Kein Böllerverbot für Berlin, obwohl das nicht nur sinnvoll wäre, sondern allen helfen würde. Außer natürlich jenen, die das Böllern als Freiheit erachten. Gebt mir Böller oder ich wähl AfD! Seitdem ist mir klar, dass konservative Freiheit bedeutet, sich nicht entschuldigen zu müssen.

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