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Säkularisierung 200 Jahre später mal vollenden!

Vor 200 Jahren endete die Zeit des Adels und der Kirche, doch diese saugen immer noch an der Zitze der Öffentlichkeit.

Angesichts der unglaublich hohen Ausgaben der Bundesregierung zugunsten von Industrie und Wirtschaft steht nun die Frage im Raum, woher das Geld kommen soll, um die Schulden zu tilgen. Da gibt neben den Reichsten, die sowieso mal Steuern zahlen müssen, eine weitere Quelle.

Kirche
Kirche

Vor 200 Jahren begann die Säkularisierung, auf die wir so stolz sind. Ja, die Aufklärung hat Europa sehr viel weitergebracht, als es 1.000 Jahre Adel und Kirchen taten. Doch die Säkularisierung ist vor allem in Deutschland nie vollendet worden. Es gibt immer noch eine Kirchensteuer. Auch wenn wir uns daran gewöhnt haben, ist das alles andere als eine Trennung von Kirche und Staat. Dazu kommen unsäglichen Missbrauchsvorfälle und die Tatsache, dass die Kirchen immer noch einen Sonderstatus haben. Die Kirche sollte just another Verein sein und auch so behandelt werden.

Des Weiteren zahlen wir nach all der Zeit immer noch eine Entschädigung für die Enteignung der Kirchen in Deutschland. Schon anlässlich der Gründung der Weimarer Republik wurde beschlossen, diese Zahlungen einzustellen. Heute zahlen wir immer noch und das fördert – wer wohl – die Partei der Korruption und Egoismu: CDU. Daher auch deren Farbe: Schwarz wie die Kutte der Geistlichen. Das Geld muss zurückbezahlt werden! Wenn sie nicht wollen, dann bitte mit Zwang. Dem muss selbstverständlich die Einstellung der Zahlungen vorangehen. Wir sprechen hier von über 15 Milliarden seit 1949 und noch einige Millionen aus der Zeit davor. Da bleibt sogar noch genug Geld für den Neubau von Wohnungen!

Des Weiteren muss aufgeklärt werden, wie die Kirche an die Gelder und die Grundstücke kam. 1) Vieles wurde “um der Seelen Willen” gespendet, 2) anderes wurde gewaltsam weggenommen und 3) wieder anderes wurde durch Betrug angeeignet.

Im ersten Fall (1) handelt es sich um eine arglistige Täuschung, denn nirgends in der Bibel steht, dass man eher in den Himmel kommt, wenn man der Kirche etwas spendet. Genaugenommen ist das Gegenteil der Fall: “Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.”, ist ein Zitat von Jesus und wird im Buch Markus (10,25) erwähnt. Verträge, die auf arglistiger Täuschung beruhen, sind von vorne herein unwirksam. Diejenigen, die ihre Güter der Kirche überstellt haben, um ihre Seele im Jenseits abzusichern, wurden betrogen.

Im zweiten Fall (2) geht es um die Ausbeutung der Bauern durch Klöster, Fürstbischöfe und dererlei mehr. Über das ganze Mittelalter hinweg haben Kirchen nicht nur Leibeigene (Sklaven) schuften lassen, ohne dafür jemals in Regress gezogen worden zu sein, sondern sie haben Güter auch mit Gewalt angeeignet. Etliche Belege dafür finden sich in den historischen Büchern zum Bauernkrieg des 16. Jahrhunderts, der vom Adel blutig niedergeschlagen wurde. Das betrifft dann auch den Adel, der ebenfalls mit illegalen Mitteln an die Güter kam.

Im dritten Fall handelt es sich um schriftliche Fälschungen, um sich Güter anzueignen. Selbst der Vatikan steht auf einem Areal, das nachweislich durch Betrug an die Kirche kam. Das Stichwort dafür heißt: Konstantinische Schenkung. Googlet selbst 😉

Die illegalen Verträge müssen zugunsten der Gesellschaft (also dem Staat) aufgelöst werden. Die Grundstücke, samt den darauf befindlichen Bauten des Mittelalters, die damals mit Sklavenhand und illegalen Steuern finanziert wurden, müssen dem Staat übereignet werden. Daraus können Jugendhäuser, öffentliche Räume oder Proberäume für Musik entstehen. Sicherlich kann man die Räumlichkeiten an den Sonntagen für die paar übrig gebliebenen Kirchgehende zur Verfügung stehen, so würden die gar nichts davon mitbekommen.

Außerdem müsste natürlich geprüft werden, wie und unter welchen Rechtsbedingungen der Adel an seine Schlösser und Grundstücke gekommen ist. Auch hier sind Betrug, Gewalt und illegale Machenschaften Gang und gäbe. Einen Erbanspruch kann man daraus dann auch nicht mehr ableiten. Die Blaublütigen sollen, wie alle anderen auch, für ihren Lebensunterhalt arbeiten gehen – 200 Jahre nach der Säkularisierung!

3 Gedanken zu „Säkularisierung 200 Jahre später mal vollenden!

  • Sabine

    Leider gibt es keine Partei die sich dafür einsetzt, im Gegenteil. Auch andere Religionen sollen gleichberechtigt zur christlichen Kirche diese Sonderstellung erhalten .

    Antwort
  • Jeshrist

    Deutschland hat nach den USA und China die meisten Milliardäre. Da lässt sich doch genug abschöpfen. Steuern für Reiche sind längst überfällig

    Antwort
    • Sicher, aber auch die Kirchen müssen abgeben. Schließlich wirbt Jesus um Armut. Daran sollte sich die Kirche ein Vorbild nehmen 🙂

      Antwort

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